NAK-karitativ – eine gemeinnützige Organisation der Neuapostolischen Kirchen (NAK) Deutschlands – hat in diesem Jahr das Förderprogramm „Gemeinsam Gutes tun“ ins Leben gerufen, passend zum Jahresmotto „Es ist Zeit, Gutes zu tun!“ Im Rahmen dessen konnten sich Gemeinden der NAK bewerben und eine Fördersumme bis zu 2 000 Euro für gemeinnützige Projekte beantragen. Insgesamt wurden 40 000 Euro bereitgestellt, mit denen religionsunabhängige, soziale Projekte unterstützt werden konnten.
Auch die Neuapostolische Gemeinde Leinetal meldete sich an, mit dem Ziel, der Afelder Tafel Unterstützung zukommen zu lassen. Seit vielen Jahren bereits sammelt die Gemeinde zweimal jährlich Lebensmittelspenden für die Tafel. Nun wollten die Gemeindemitglieder den Ehrenamtlichen auch finanziell kräftig unter die Arme greifen. Im Rahmen des Jubiläums „100 Jahre neuapostolischer Gottesdienst im Leinetal“ luden die Leinetaler im September zu einem Herbstbasar nach Gronau ein, bei dem 1 080 Euro zusammenkamen. Um diese Summe aufzustocken, beantragten sie bei NAK-karitativ weitere 2 000 Euro – mit Erfolg: Die Jury war dermaßen begeistert vom Projekt und dem Einsatz der Gemeindemitglieder, dass sie die Summe bewilligten, und das in voller Höhe.
Freudig konnten Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde jüngst den Spendencheck an Karin Knust und Bernd Hoffmann von der Alfelder Tafel übergeben. „Wir freuen uns sehr darüber“, brachte Knust ihren Dank zum Ausdruck. Denn neben Lebensmitteln werden auch Geldspenden dringend benötigt. Gerade in der ersten Jahreshälfte von Februar bis Mai sei das Spendenaufkommen besonders gering. Hinzu kommt, dass einer der Hauptlieferanten der Tafel – der Rewe-Markt in Delligsen – vorübergehend schließen wird. „Das werden wir merken“, befürchtete Knust in Hinblick auf die Ausgabestelle in Delligsen.
Ob Kaffee oder Schokolade: Viele Lebensmittel seien in letzter Zeit „richtig teuer geworden.“ Das merken auch die Mitarbeitenden der Alfelder Tafel. Aus Erfahrung wissen sie, dass sich viele ihrer Kunden viele Lebensmittel nicht mehr leisten können und dann froh sind, wenn sie sie bei der Tafel bekommen. Groß ist aber nicht nur der Bedarf an Lebensmitteln, wie die beiden Vorstandsmitglieder der Alfelder Tafel betonen: Auch Hygieneartikel wie Zahnpasta, Duschgel oder Windeln werden benötigt, und auch Schulausstattung für Kinder ist heiß begehrt, ob Schreibgeräte oder Blocke. „Da denkt man gar nicht dran“, wie Uschi Stauch aus der neuapostolischen Gemeinde anmerkt. Die Tafel verbinde man oftmals in erster Linie mit Lebensmitteln.
Mithilfe der 3 080 Euro, die nun von der NAK Leinetal an die Alfelder Tafel gingen, können die Ehrenamtlichen unter anderem reichlich Schulsachen finanzieren. Auch Hoffmann dankte den Christen aus Gronau ausdrücklich, die Spende sei „eine tolle Sache.“ Als Dank für die fortwährende Unterstützung luden Knust und Hoffmann die Leinetaler zu einem Besuch der Räume der Alfelder Tafel ein, um sich vor Ort einmal ein Bild zu machen, wo die Spenden ankommen und weitergegeben werden.
Neuapostolische Kirche