Nachdem in der ersten Andacht in der katholischen Kirche Strichzeichnungen zur Auferstehungsgeschichte im Mittelpunkt standen, drehte sich in der zweiten Andacht alles darum, dass es nicht schlimm sei, zu stolpern, da man von Jesus Christus ohnehin geliebt werde.
Zur dritten Andacht luden die Organisatoren in die Neuapostolische Kirche am Hohen Escher ein – die halbstündige Andacht stand im Zeichen der Nachfolge. Denn auch Jesus Christus sei durch seinen Tod am Kreuz seinem Vater nachgefolgt, und genau so folgen ihm heute weltweit unzählige Christen nach. Evangelist Dieter Pönsgen begrüßte die Anwesenden zu Beginn der Andacht – mit zwei Redebeiträgen gestalteten Pastor Lars Lukas von der Kirchengemeinde St. Matthäi und Bezirksevangelist in Ruhe Michael Stauch von der Neuapostolischen Gemeinde den weiteren Verlauf der Andacht. Das Orchester der Kirche umrahmte die Veranstaltung mit einigen thematisch passenden Musikbeiträgen.
Passend dazu trugen Sybille Lange und Klaus Mahrhold einige Zeilen aus dem Lukasevangelium, Kapitel neun, Verse 57 bis 62, und Kapitel 22, Verse 46 bis 53, vor. Pastor Lukas betonte, dass Nachfolge neben dem Blick nach vorn auch immer einen Blick zurück beinhalte, ohne sich zu sehr am Vergangenen festzuhalten. Passend dazu erwähnte er eine Bibelstelle aus Psalm 25: „Meine Augen schauen stets auf den Herrn“, hieß es darin. In einem mehrzeiligen Schriftbeitrag, den er anschließend vortrug, ging es darum, die Augen zu öffnen und auch mal durch die Augen Jesu Christi zu sehen, der sich durch seinen Tod für die Menschheit geopfert habe.
Wie Evangelist Pönsgen betonte, wolle man mit den Andachten die Möglichkeit bieten, innezuhalten – darauf ging auch Stauch ein: Er empfahl, einmal innezuhalten und den eigenen Standpunkt zu überprüfen. „Gut, dass wir einander haben“, heißt es in einem Kirchenlied – dem konnte sich Stauch nur anschließen. Seiner Ansicht nach steht der Ausspruch ganz im Sinn des ökumenischen Gedankens, in dem es darum geht, einen Weg gemeinsam zu gehen und gemeinsam Gutes zu tun. Nachfolge sei nicht immer einfach, wie Stauch empfand, begegne einem im Lauf des Lebens vieles, das zu Ablenkung führen kann. Bei Unklarheiten und Fragen stehe Gott Rede und Antwort – mit ihm zu sprechen, erfordere einiges an Mut.
Neuapostolische Kirche