Banteln – "Ich bin bei euch" lautete das Motto des jüngsten Gottesdienstes der Neuapostolischen Kirchengemeinde Leinetal – eine der bekanntesten Bibelstellen aus dem Matthäusevangelium. Ungewohnt waren allerdings die Gegebenheiten, unter denen der Gottesdienst stattfand: Da die Jugend des Neuapostolischen Bezirks Hildesheim für einen Jugendgottesdienst das Kirchengebäude am Hohen Escher benötigte, wich die Kirchengemeinde kurzerhand auf das Dorfgemeinschaftshaus in Banteln aus.
Den Gottesdienst hielt der Gemeindevorsteher und Evangelist Dieter Pönsgen, als Grundlage diente eine Bibelstelle aus dem Matthäusevangelium, Kapitel fünf, Vers 13. Neben dem göttlichen Beistand spielte in der gewählten Bibelstelle Salz eine wichtige Rolle. Evangelist Pönsgen übertrug die Bibelstelle auf das irdische Leben, auch dort sei Salz von großer Bedeutung. Das Evangelium sei das Salz des christlichen Glaubens, der von Dingen wie Freude, Friede, Sanftmut und Ehrlichkeit geprägt sei, wie Evangelist Pönsgen feststellte. Genau das sei in der heutigen Zeit besonders wichtig, in der mancherorts Unfrieden herrscht und Sorgen und Ängste Menschen belasten.
Christliche Werte in der Gesellschaft zu vertreten, sei die Aufgabe eines jeden glaubenden Menschen, schloss sich Priester Oliver Hormann seinem Vorredner an. Nach einem gemeinsamen Lied, das Organist Daniel Paar auf dem Keyboard begleitete, steuerte Priester Hormann einen Beitrag zur Predigt bei. Er griff das Bild vom Salz auf und betonte die Kostbarkeit des Minerals: Auch Menschen könnten "als Salz Gottes wirken" und aus Dankbarkeit für Gottes Gaben auch den Mitmenschen etwas Gutes tun.
Besser hätte die Überleitung zum weiteren Tagesverlauf kaum sein können, nutzten die Gemeindemitglieder den spontane "Umzug" gleich, um sich gegenseitig etwas Gutes zu tun und gemeinsam ein Herbstfest zu feiern. Mit seinen räumlichen Gegebenheiten bot das Dorfgemeinschaftshaus die beste Gelegenheit zum gemeinsamen Feiern. Für die Bewirtung sorgte der Eichsfelder Hof aus Gronau mit Fleisch, vegetarischen Speisen und einer Soßenauswahl. Am Nachmittag gab es zudem Kaffee und dazu ein großes Angebot an Kleingebäcken, Torten und Kuchen, allesamt von den Gemeindemitgliedern gebacken und mitgebracht. Gut gesättigt verbrachte die Gemeinde noch ein paar Stunden mit angeregten Gesprächen, bevor am späten Nachmittag alle die Heimreise antraten.
Neuapostolische Kirche